Li-Ion Akkus über den Winter lagern: So verhinderst du den Kapazitätstod

Lass uns ein für alle Mal mit dem Mythos aufräumen, man könne Akkus einfach in der Garage lassen. Li-Ion-Akkus sind chemisch gesehen keine Steine – sie sind kleine, lebendige Kraftwerke. Wenn du sie bei -10°C im Schuppen lässt, passiert folgendes: Die Zellchemie wird extrem träge. Das größte Problem ist die Selbstentladung, die bei Kälte zu unkontrollierten Spannungsabfällen führt.

Die Überwinterungs-Regeln

  • Zimmertemperatur ist Pflicht: Lagere Akkus niemals im Schrauber oder im kalten Ladegerät. Bewahre sie in einem trockenen Raum bei moderaten Temperaturen auf.
  • Der 60%-Trick: Ein voll geladener Akku steht unter maximaler chemischer Spannung, ein leerer Akku droht bei Selbstentladung in die Tiefentladung zu kippen. 50-60% Ladung sind der ideale „Wohlfühlbereich“.

Wenn die Spannung unter die kritische Grenze fällt, schaltet das BMS (Batterie-Management-System) den Akku hart ab. Danach erkennt das Ladegerät ihn oft gar nicht mehr als Akku. Einmal den Akku im Frühjahr zu früh ins Ladegerät gesteckt, während er noch eiskalt ist – und die Zellen sind hinüber.